kaffee alt wien <3
On März 20, 2013 at 8:43pm

kaffee alt wien <3

(Quelle: alem83, via chaosilog)

Jeder will sie, kaum einer kriegt sie:
Gerechtigkeit – was ist das?

Dr. Rolf Röhrig, GegenStandpunkt
Mittwoch 20. 3. 2013 um 19:00
Universität Wien (Hauptgebäude) Hs 33, Universitätsring 1, 1010 Wien

Wo immer heutzutage eine Kritik vorgetragen wird, ergeht sie im Namen der Gerechtigkeit, die man vermisst. Nicht wenige Arbeitnehmer finden die exorbitanten Managergehälter ungerecht. Die meisten Manager halten diese Beschwerde für ungerecht, weil sie doch ausweislich des Firmengewinns die wahren Leistungsträger seien, die einfach verdienen, was sie verdienen. Alte Leute halten die Rentenkürzungen durch die Regierung für eine Ungerechtigkeit, weil sie sich um den Ertrag ihrer Lebensleistung und ihre Beitragszahlungen betrogen sehen. Das Gros der Jungen hält die Kürzungen für ein Gebot der Gerechtigkeit, weil sie mit immer größeren Abzügen von ihrem Einkommen für den Lebensabend der Alten zur sozialstaatlichen Kasse gebeten werden.

Wenn dann Beschwerdeführer, die sich in ihren Interessen geschädigt sehen, praktisch tätig werden und sich einmal zu einer Forderung verstehen, ergeht diese wieder im Namen der Gerechtigkeit, die es durchzusetzen gilt. Die Kleinen werden für die Bewältigung der Finanzkrise kräftig zur Kasse gebeten, die Großen kommen glimpflich davon – so sieht es die Initiative von gewerkschaftlichen und linken Vereinen, die für UmFAIRteilung demonstrieren und eine faire, also gerechte Verteilung der Lasten auf Arme und Reiche einfordern. Ein Vorteil wird schon gar nicht mehr angestrebt, stattdessen feilschen solche Vorstöße um das rechte Maß des Schadens, den man hinzunehmen bereit ist. Gerechtigkeit scheint also höher zu stehen als die Befriedigung des Interesses selbst, wenn der eigene Schaden dadurch erträglich wird, dass die Belastung anderer ein Stück nach oben gefahren wird.

Es ist schon merkwürdig: Was für den einen gerecht, ist für den anderen ungerecht, und der Volksmund weiß, dass die Verwirklichung von Gerechtigkeit der Quadratur des Kreises gleichkommt: „Allen Menschen Recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann.“ Alle wollen sie dasselbe, Gerechtigkeit, und doch liegen sie in einem unauflöslichen Streit darüber, worin der Inhalt der Gerechtigkeit besteht. Was macht Gerechtigkeit so flexibel, dass sie für alle, auch gegensätzliche Anliegen, als Legitimierung taugt? Und was macht sie so attraktiv, wenn doch alle nur im Streit darüber liegen, was gerecht sei?

So viel sei vorweg genommen: Man sollte seine Energie nicht auf die Frage verschwenden, wie man zu einer Gerechtigkeit findet, die allen frommt. Gerechtigkeit selbst ist nämlich ein Fehler, ein äußerst schädlicher dazu, von dem man besser die Finger lässt.


GegenStandpunkt erhältlich:
Lhotzkys Literaturbuffet, Taborstraße 28 (Eing. Rotensterngasse), 1020 Wien
Bartalsky, Währingerstraße 26, 1090 Wien
Südwind, Schwarzspanierstraße 15, 1090 Wien
Frick, Schulerstraße 1-3, 1010 Wien
Rupertus, Dreifaltigkeitsgasse 12, 5020 Salzburg
Wagnersche, Museumstraße 4, 6020 Innsbruck
Wagnersche, bei Thalia, Landstraße 41, 4020 Linz

 irgendwo im nirgendwo (hier: Bahnhof Wien Meidling)
On Februar 22, 2013 at 3:45pm

irgendwo im nirgendwo (hier: Bahnhof Wien Meidling)

Vom 22. bis 24. Februar 2013 findet der “Solidarische Ökonomie Kongress 2013” in Wien auf der Universität für Bodenkultur, Peter Jordan Str. 82, 1190 Wien statt.

Gegenargumente beteiligen sich daran mit folgenden Veranstaltungen:


 Freitag, 22. Februar 18:00 Uhr:

“Das bedingungslose Grundeinkommen - Ein Rezept gegen die Übel des Kapitalismus?”


Samstag, 23. Februar 16:00Uhr:

“Falsche und richtige Lehren aus der Finanz- und Staatsschuldenkrise”

Die Finanzkrise, die Rettungspakete der Staaten und die drauf folgende Staatsschuldenkrise waren und sind einerseits ein Crash-Kurse in Sachen Kapitalismus.

Mit den Rettungspaketen haben die Staaten zu Protokoll gegeben, dass das ganze Leben einer Nation dem zu dienen hat und abhängig ist davon, dass sich in ihr das Geld vermehrt. Zentralinstanz dieser Geldvermehrung ist der Finanzsektor. Wenn die Geldvermehrungsmaschinerie des Finanzsektors nicht funktioniert, steht das gesamte ökonomische Leben der Nation auf dem Spiel – deswegen sind die Rettungspakete bzw. die dafür gemachten Schulden unabdingbar. Jetzt, wo sich die Finanzkrise zu einer Staatsschuldenkrise ausgewachsen hat, lernt die Menschheit die Verarmung nicht nur als eingetretene kennen, sie kommt als Anforderung daher, als groß angelegte politische Strategie. Die Staaten übertrumpfen sich darin, wer sein Volk ärmer machen und mehr Leistung aus ihm herauspressen kann.

Während die Bevölkerung auf dieses Verarmungsprogramm von Politik und Medien mit Argumenten wie

  • Die Maßnahmen sind alternativlos!
  • Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt! Usw.

eingeschworen wird, hält die Protestbewegung, die es dagegen gibt – Occupy-Wall Street, die Empörten, bei uns die Plattform „Wege aus der Krise“, „Attac“  – unverdrossen daran fest, all das nicht als Auskunft über den Kapitalismus fassen, sondern beklagt die massenweise persönlichen Krisen als Resultat einer schlechten Verwaltung des Kapitalismus und fordert die Politik auf, endlich die Krise zu bewältigen durch:

 

  • eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung,
  • eine Abkehr von der Deregulierung der Finanzmärkte (Abkehr vom Neoliberalismus)
  • Banken, die ihrer Aufgabe, der Realwirtschaft zu dienen, wieder nachkommen
  • eine Abkehr vom Prinzip profit over people

 Im Vortrag und der anschließenden Diskussion soll geklärt werden, was von den alternativen Krisenbewältigungsprogrammen zu halten ist, was man der Agitation von oben entnehmen kann und was man überhaupt aus der Krise und der Krisenpolitik der letzten Jahre über die Marktwirtschaft lernen kann.

 

Haus Wittgenstein (Vienna, Austria)
On Februar 17, 2013 at 2:53pm

Haus Wittgenstein (Vienna, Austria)

(Quelle: functionmag)

On Februar 7, 2013 at 3:29pm

“Bei den Ausschreitungen des Pöbels rund um den
Akademikerball zeigten die dummdreiste Linke einmal mehr ihr wahres
Gesicht. Eine dumpf-brutale Geisteshaltung, das pervertierte
Demokratieverständnis sowie Respektlosigkeit und Gewalt gegenüber
Andersdenkenden - mit einem Wort links, sagt der Landesobmann des
RFJ-Wien Franz Lindenbauer.

Die Hofburg konnte wegen der Exzesse des linken Mobs nicht mehr
angefahren werden, Taxis wurden beschädigt, Ballgäste aus den Autos
gezerrt. So sieht für die Linken eine “friedliche Demonstration” also
aus. Wenn mit Holzlatten bewaffnete linke Schwachköpfe schreien “Wir
sind friedlich! Was seid ihr?”, dann ist das außer dumm nur dämlich.”